DIN 28120 — eingeschweißte runde Schauglasarmaturen
Runde Schauglasarmaturen zum Einschweißen in die Behälterwand; die Kraft wird durch das Glaselement übertragen.
Was ist das
Die Armatur wird in die Wand oder den Deckel des Apparates geschweißt und bietet den direkten Blick auf das Medium: Reaktoren mit Mantel, Verfahrensbehälter, Apparate mit Schaum- oder Farbkontrolle.
Die Einschweißmontage ergibt eine kompakte Armatur ohne überstehenden Flansch und passt gut zu Mänteln und Dämmung; dafür erfordert sie qualifizierte Schweißarbeit und geplante Glaswartung.
Bestätigte Kennwerte
| Parameter | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Montage | eingeschweißt | Werte ohne bestätigte Quelle werden auf dieser Website nicht veröffentlicht. |
| Glas | borosilicate DIN 7080 | din-7080 |
| Arbeitstemperatur des Glaselements | ≤ 280 °C (glass element only) | din-7080 |
Aufbau und Schnitt der Armatur
Die typische Zusammensetzung einer Einschweißarmatur zeigt das konventionelle Schema; konkrete Ausführungen und Maße legt die Herstellerdokumentation fest.
Grundkörper
das eingeschweißte Teil, das die Last aus dem Behälter aufnimmt.
Mediumseitige Dichtung
mediumberührende Dichtung; Werkstoff nach Medium und Temperatur.
Glaselement
runde Scheibe, meist Borosilicat nach DIN 7080.
Entlastungsdichtung
nimmt dem Glas Anzugsmomente und Wärmebewegungen ab.
Deckel (Druckring)
leitet die Anzugskraft in das Paket aus Glas und Dichtungen.
Verschraubung
Stifte oder Schrauben mit Muttern und geregeltem Anzugsmoment.
Montage und Einbau
Die Armatur wird in eine vorbereitete Öffnung der Wand geschweißt; Geometrie und Schweißfolge legt der Hersteller fest. Wärmebehandlung des Behälters und Schweißverzüge beeinflussen die Dichtgeometrie und werden bei der Montage berücksichtigt.
Die Verschraubung wird mit geregeltem Drehmoment und meist in mehreren Durchgängen angezogen; Drehmoment und Reihenfolge stehen in der Dokumentation des konkreten Erzeugnisses.
Was Druck und Temperatur begrenzt
Zulässige Bedingungen bestimmt die ganze Einheit: Glas, Dichtungen, Gehäusewerkstoff, Montage und Medium. Die Nennklasse PN allein garantiert keinen Betriebsdruck bei allen Temperaturen und Medien.
Ein Glaselement nach DIN 7080 (Borosilicatglas) ist im Anwendungsbereich bis 280 °C beschrieben, aber eine Einheit mit konkreten Dichtungen kann strenger begrenzt sein — 280 °C darf nicht auf jede Karte kopiert werden.
Vakuum und Druckschwankungen erfordern gesonderte Bestätigung.
Temperaturzyklen und -stöße begrenzen Glas und Dichtungen — Betriebsarten klären.
Bei pulsierendem Druck ist die Herstellerbestätigung erforderlich.
Gläser und Dichtungen
Hauptglaselement ist eine runde thermisch vorgespannte Borosilicatscheibe nach DIN 7080. In anwendbaren Ausführungen kommen Kalk-Natron-Gläser nach DIN 8902 vor; Glas-Metall-Elemente (DIN 7079) gehören zu eigenen Bauarten und ersetzen die Standardscheibe nicht.
Dichtungen teilen sich in mediumseitige und entlastende; Werkstoffe (PTFE, EPDM, FKM, Graphit) folgen Medium, Temperatur und Spülbetrieb — siehe den Dichtungsartikel.
So wählen Sie DN
DN ist die Nenngröße des Anschlusses, nicht der Sichtdurchmesser: Eine Armatur DN 100 hat ein deutlich kleineres freies Fenster. DN nach erforderlicher Sicht und Wandfestigkeit wählen; den sichtbaren Durchmesser in der Dokumentation der konkreten Ausführung prüfen.
Die Blickfläche lässt sich mit dem Rechner aus dem freien Durchmesser abschätzen; zum Vergleich zweier Varianten beide Werte explizit eingeben.
Unterschied zu DIN 28121
DIN 28121 leitet die Kraft um die Glasscheibe herum (Kraftumgehung) und wird oft auf einen vorbereiteten Flansch montiert. Es ist kein gegenseitig ersetzbares Äquivalent zu DIN 28120: Austausch erfordert die Prüfung von Anschluss und Einheit.
Häufige Fragen zu DIN 28120
Kann eine DIN 28120 Armatur auf einen vorhandenen Flansch montiert werden?
Nein: DIN 28120 ist für die Einschweißmontage ausgelegt. Für einen vorhandenen Flansch Ausführungen vom Typ DIN 28121 mit Kompatibilitätsprüfung betrachten.
Welchen Druck hält ein DIN 7080 Glas aus?
Die Norm beschreibt das Glaselement, nicht die Einheit. Den zulässigen Druck der Armatur bestätigt der Hersteller für konkrete Ausführung und Bedingungen.
Warum darf das Glas nicht durch gewöhnliches hitzebeständiges Glas ersetzt werden?
Thermische Vorspannung, Geometrie und Fehlerprüfung sind Teil einer drucktragenden Konstruktion; freier Ersatz ist unzulässig.
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Quellen
- DIN Media / AENORDIN 28120:2021-04Quelle öffnenTechnische Prüfung: 2026-11-04
- ACIQuelle öffnenTechnische Prüfung: 2026-11-04
- Alfa LavalQuelle öffnenTechnische Prüfung: 2026-11-04
- DIN MediaDIN 7080:2025-05Quelle öffnenTechnische Prüfung: 2026-11-04