DIN 28120 — eingeschweißte runde Schauglasarmaturen

Runde Schauglasarmaturen zum Einschweißen in die Behälterwand; die Kraft wird durch das Glaselement übertragen.

Technische Prüfung: 2026-11-04 · Norm: din-28120, din-7080

Was ist das

Die Armatur wird in die Wand oder den Deckel des Apparates geschweißt und bietet den direkten Blick auf das Medium: Reaktoren mit Mantel, Verfahrensbehälter, Apparate mit Schaum- oder Farbkontrolle.

Die Einschweißmontage ergibt eine kompakte Armatur ohne überstehenden Flansch und passt gut zu Mänteln und Dämmung; dafür erfordert sie qualifizierte Schweißarbeit und geplante Glaswartung.

Bestätigte Kennwerte

Bestätigte Kennwerte — nur aus den angegebenen Quellen; andere Werte werden nicht veröffentlicht.
ParameterWertQuelle
MontageeingeschweißtWerte ohne bestätigte Quelle werden auf dieser Website nicht veröffentlicht.
Glasborosilicate DIN 7080din-7080
Arbeitstemperatur des Glaselements≤ 280 °C (glass element only)din-7080

Werte ohne bestätigte Quelle werden auf dieser Website nicht veröffentlicht.

Schnitt durch die Einschweißarmatur: Grundkörper, mediumseitige Dichtung, Glas, Entlastungsdichtung, Deckel, Verschraubungd
Konventioneller Schnitt der DIN 28120, nicht maßstäblich; Teile beschriftet, Maße nach der Herstellerdokumentation.

Aufbau und Schnitt der Armatur

Die typische Zusammensetzung einer Einschweißarmatur zeigt das konventionelle Schema; konkrete Ausführungen und Maße legt die Herstellerdokumentation fest.

  • Grundkörper

    das eingeschweißte Teil, das die Last aus dem Behälter aufnimmt.

  • Mediumseitige Dichtung

    mediumberührende Dichtung; Werkstoff nach Medium und Temperatur.

  • Glaselement

    runde Scheibe, meist Borosilicat nach DIN 7080.

  • Entlastungsdichtung

    nimmt dem Glas Anzugsmomente und Wärmebewegungen ab.

  • Deckel (Druckring)

    leitet die Anzugskraft in das Paket aus Glas und Dichtungen.

  • Verschraubung

    Stifte oder Schrauben mit Muttern und geregeltem Anzugsmoment.

Montage und Einbau

Die Armatur wird in eine vorbereitete Öffnung der Wand geschweißt; Geometrie und Schweißfolge legt der Hersteller fest. Wärmebehandlung des Behälters und Schweißverzüge beeinflussen die Dichtgeometrie und werden bei der Montage berücksichtigt.

Die Verschraubung wird mit geregeltem Drehmoment und meist in mehreren Durchgängen angezogen; Drehmoment und Reihenfolge stehen in der Dokumentation des konkreten Erzeugnisses.

Was Druck und Temperatur begrenzt

Zulässige Bedingungen bestimmt die ganze Einheit: Glas, Dichtungen, Gehäusewerkstoff, Montage und Medium. Die Nennklasse PN allein garantiert keinen Betriebsdruck bei allen Temperaturen und Medien.

Ein Glaselement nach DIN 7080 (Borosilicatglas) ist im Anwendungsbereich bis 280 °C beschrieben, aber eine Einheit mit konkreten Dichtungen kann strenger begrenzt sein — 280 °C darf nicht auf jede Karte kopiert werden.

Vakuum und Druckschwankungen erfordern gesonderte Bestätigung.

Temperaturzyklen und -stöße begrenzen Glas und Dichtungen — Betriebsarten klären.

Bei pulsierendem Druck ist die Herstellerbestätigung erforderlich.

Gläser und Dichtungen

Hauptglaselement ist eine runde thermisch vorgespannte Borosilicatscheibe nach DIN 7080. In anwendbaren Ausführungen kommen Kalk-Natron-Gläser nach DIN 8902 vor; Glas-Metall-Elemente (DIN 7079) gehören zu eigenen Bauarten und ersetzen die Standardscheibe nicht.

Dichtungen teilen sich in mediumseitige und entlastende; Werkstoffe (PTFE, EPDM, FKM, Graphit) folgen Medium, Temperatur und Spülbetrieb — siehe den Dichtungsartikel.

So wählen Sie DN

DN ist die Nenngröße des Anschlusses, nicht der Sichtdurchmesser: Eine Armatur DN 100 hat ein deutlich kleineres freies Fenster. DN nach erforderlicher Sicht und Wandfestigkeit wählen; den sichtbaren Durchmesser in der Dokumentation der konkreten Ausführung prüfen.

Die Blickfläche lässt sich mit dem Rechner aus dem freien Durchmesser abschätzen; zum Vergleich zweier Varianten beide Werte explizit eingeben.

Unterschied zu DIN 28121

DIN 28121 leitet die Kraft um die Glasscheibe herum (Kraftumgehung) und wird oft auf einen vorbereiteten Flansch montiert. Es ist kein gegenseitig ersetzbares Äquivalent zu DIN 28120: Austausch erfordert die Prüfung von Anschluss und Einheit.

Häufige Fragen zu DIN 28120

Kann eine DIN 28120 Armatur auf einen vorhandenen Flansch montiert werden?

Nein: DIN 28120 ist für die Einschweißmontage ausgelegt. Für einen vorhandenen Flansch Ausführungen vom Typ DIN 28121 mit Kompatibilitätsprüfung betrachten.

Welchen Druck hält ein DIN 7080 Glas aus?

Die Norm beschreibt das Glaselement, nicht die Einheit. Den zulässigen Druck der Armatur bestätigt der Hersteller für konkrete Ausführung und Bedingungen.

Warum darf das Glas nicht durch gewöhnliches hitzebeständiges Glas ersetzt werden?

Thermische Vorspannung, Geometrie und Fehlerprüfung sind Teil einer drucktragenden Konstruktion; freier Ersatz ist unzulässig.

Quellen