DIN 28120 und DIN 28121: Unterschiede in Bauart und Anschluss
Wie sich Einschweißarmaturen von Bauarten mit Kraftfluss um das Glas unterscheiden und warum der Austausch eine Prüfung erfordert.
Kurzantwort
DIN 28120 trägt die Last durch das Glaselement und wird eingeschweißt; DIN 28121 führt die Kraft um das Glas herum (Kraftumgehung) und wird verschraubt auf einen Flansch gesetzt. Die Bauarten sind ohne Anschlussprüfung nicht austauschbar.
Der Vergleich beruht auf Normübersichten und Herstellererläuterungen; konkrete Ausführung, PN und Temperaturen bestätigt der Erzeugnishersteller.
Vergleichstabelle
| Merkmal | DIN 28120 | DIN 28121 |
|---|---|---|
| Kraftfluss | durch das Glaselement (kraftschlüssig) | um die Glasscheibe (Kraftumgehung) |
| Montage | eingeschweißt in die Behälterwand | verschraubt auf einen Flansch |
| Scheibenwechsel | sorgfältige Demontage des Pakets | ohne Demontage des Kraftrahmens |
| Typischer Einsatz | Reaktoren, Apparate mit Mantel | Behälter mit Flanschen, Hygieneaufgaben |
| Austausch der Bauarten | ohne Behälterprüfung unzulässig | ohne Flanschprüfung unzulässig |
Auswahlablauf
Bestimmen Sie, was am Behälter vorhanden ist: eine Öffnung zum Einschweißen oder ein fertiger Flansch.
- Flansch vorhanden → DIN 28121 nach Maß- und PN-Prüfung;
- neue Durchführung nötig → DIN 28120 nach Herstellerdokumentation;
- Zweifel am Anschluss → tatsächliche Maße in den Anfragebogen.
Typische Fehler
Drei Fehler treten am häufigsten auf:
- der Sichtdurchmesser wird mit DN verwechselt;
- Glaswerte werden auf die ganze Einheit übertragen;
- eine DIN 28121 Armatur wird ohne Prüfung der Dichtfläche montiert.