Schauglas für einen Chemiereaktor
Beobachtung von Reaktion, Schaum und Mediumfarbe in einem Mantelbehälter unter Druck.
Ein Reaktor ist ein klassischer Ort für ein Schauglas: Der Bediener muss den Reaktionsverlauf, Schaum, Farbe und den Moment der Kristallisation oder Phasentrennung sehen.
Das Fenster arbeitet bei Manteldruck und -temperatur, oft in aggressivem Medium und mit Spülung — das bestimmt die Armaturenklasse und die Werkstoffe des Pakets.
Typische Prozessbedingungen
- Überdruck und Vakuum in verschiedenen Modi;
- Betriebstemperaturen mit Spitzen beim Dämpfen;
- aggressive Medien und Lösungsmittel;
- Rühren mit Schaumbildung.
Welche Sicht erforderlich ist
Meist genügen ein oder zwei runde DN 80–DN 150 Fenster mit Beleuchtung: Licht ist in trüben Medien kritisch. Schaum ist bei größerem freiem Durchmesser besser sichtbar.
Grenzen und Prüfungen
- mediumseitige Dichtung nach der Chemie des Mediums, Entlastungsdichtung nach Temperaturzyklen;
- Temperaturschock beim Einfüllen einer kalten Komponente;
- Vakuummodi erfordern gesonderte Bestätigung;
- Wischer bei polymerisierenden Medien.
Fragen an den Behälterplaner
- welche Druck- und Temperaturmodi vertragen Mantel und Körper?
- tritt Vakuum im Prozess auf und wie tief?
- welche Dokumente sind für Armatur und Glas erforderlich?
- wo sitzen die Fenster gegenüber Rührwerk und Einspritzpunkten?
Welche Klassen zu betrachten sind
Für Einschweißmontage — Bauarten vom Typ DIN 28120; für vorhandene Flansche — DIN 28121 mit Kompatibilitätsprüfung. Die endgültige Ausführung bestätigt der Hersteller mit vollständigen Daten.